Begonnen habe ich meine sportliche Laufbahn mit Poledance. Einmal in der Woche bin ich brav in den Kurs gegangen und war jedes Mal danach fix und fertig, teilweise tagelang.

Irgendwann wurde aus einem Besuch die Woche zwei, dann drei, dann vier, und irgendwann schrie mein Körper: „STOPP“! Man kann es drehen wie man will, aber Poledance hat mit gesundheitsorientierten Training nicht viel gemein, genau darum ist ein Ausgleich so wichtig.

Meinen Ausgleich zur Pole-Akrobatik habe ich im klassischen Kraftsport gefunden:

  • gerne mit Langhantel,
  • am liebsten aber nur mit dem eigenem Körpergewicht,
  • so kann ich so entstandene Dysbalancen in meinem Körper wieder ausgleichen.

 

Dank meiner Ausbildung und immer wiederkehrender Videoanalysen und Trainerkontrollen klappt das heute ganz gut. Zu Beginn meiner sportlichen Laufbahn sah das noch ganz anders aus. Ich ging mehr schief und krumm, als gerade und aufgerichtet durch die Welt. Natürlich war nicht Poledance schuld daran, aber es hat vorhandene Probleme durchaus verstärkt.

 

Manchmal muss es weh tun! Muss es?

Oh, bitte nicht falsch verstehen – Poledance ist ein wunderbarer, vielseitiger Sport! Trotzdem  trainiert man nicht rechts und links gleichermaßen (ich habs ne zeitlang versucht – zumindest ich bin immer wieder schleißig auf links ????). Und selbst wenn, in der Pole-Szene sind reißende, springende und schwungvolle Bewegungen an der Tagesordnung. Das sieht ja auch beeindruckend aus! Aber die Verletzungsgefahr steigt hier gegenüber geführten und gezogenen Bewegungen erheblich an.

Meine erste Pole-Verletzung habe ich mir gleich beim ersten – natürlich angesprungenen – “Invert” zugezogen. Lat verletzt.. na supi! Heute wundert mich das nicht. Ich weiß welche Kräfte auf den Körper wirken, dazu die einseitige Haltung, mein Körper war es einfach nicht gewohnt! Und ganz ehrlich, ich bin es damals technisch vollkommen falsch angegangen! Aber was soll ich sagen – ich hatte nun mal keinen Plan!

Diese Verletzung spüre ich an schlechten Tagen noch immer. Sie ist mir bei manchen Tricks im Weg, so kann ich die “Alegra” nur irgendwie gewurschtelt auf Links oder unter starken Schmerzen auf Rechts machen. Ob das wieder weg geht, weiß ich nicht, aber die Physios machen mir wenig Hoffnung.

 

Zurück zum Ausgleich.

Fühle ich mich heute mal wieder schief und krumm schnappe ich mir die Langhantel. Schweres Kreuzheben, klassische Kniebeugen oder simple Klimmzüge und Liegestütze richten mich wieder gerade. Außerdem helfen diese Übungen meinem Körper dabei die hohen Belastungen beim Poledance auszuhalten.

— Foto hier —

 

Dazu allgemeines Stretching. Am liebsten mit Yogaübungen! Aber nicht leistungs- oder spagatorientiert, sondern genau auf meine Verkürzungen und Dysbalancen ausgelegt. Dazu regelmäßiges Faszienrollen

All das hält mich – mit mittlerweile doch fast 32 Jahren – jung, gesund und vor allem schmerzfrei. Verrätst du mir deinen liebsten Ausgleichssport? 🙂